Musik selbst im Homestudio produzieren

Es muß nicht teuer sein!

Wer gerne Musik hört, der kommt früher oder später auch auf die Idee, selbst Musik zu produzieren. Dafür braucht man heute kein professionell ausgestattetes Studio mehr – im Homerecording Studio lassen sich Aufnahmen von höchster Qualität anfertigen.

Die Preise für Hardware im Homestudio sind heute nicht mehr hoch und machen die Einrichtung eines Homestudios für jedermann erschwinglich. In diesem Beitrag zeigen wir, welches Equipment man braucht und wie qualitativ hochwertige Aufnahmen gelingen.

Homestudio einrichten: Das brauchst du

Zunächst braucht man natürlich einen Aufnahme-Computer mit einer guten DAW (Digital Audio Workstation). Diese Software erlaubt das Aufnehmen, Verarbeiten und Editieren von Signalen im Audiobereich. Die wichtigste Komponente ist hierbei der sogenannte Sequencer, der die einzelnen Spuren bearbeiten lässt.

Sequencer Software ist für Einsteiger auch im kostenlosen Bereich erhältlich. Es gibt kaum jemanden, der das Tool „Audacity“ nicht kennt. Insbesondere für YouTuber oder Podcaster eignet sich dieses Tool ohne Probleme.

Auch ein Mikrofon braucht man natürlich. Fürs Homestudio gibt es hier zwei wichtige Kriterien: Wer Sprache / Hip Hop aufnehmen möchte, greift am besten zu einem Großmembran- Kondensatormikrofon (beispielsweise dem Rode NT1-A). Für Gesangsaufnahmen greift man idealerweise zu einem dynamischen Mikrofon mit kleiner Membran (z.B. dem Shure SM58). Instrumente werden mit Kondensatormikrofonen aufgenommen, die über eine kleine Membran verfügen.

Damit das Mikrofon an den Computer angeschlossen werden kann, benötigt man ein USB Audio Interface. Dieses Gerät wandelt die analogen Signale vom Mikrofon in digitale Signale um. Homerecording Audio Interfaces sind nicht teuer und leisten hervorragende Arbeit – die Soundqualität kann hier ohne Probleme mit Profi-Studios mithalten. Das Steinberg UR22 oder das Focusrite Scarlett 2i2 sind hier empfehlenswerte Produkte.

Damit ist das Homestudio komplett eingerichtet. Mit ein paar Tipps verbessert man jedoch die Aufnahmequalität enorm. Auch einiges Zubehör kann positiv für die Tonqualität oder den Workflow im Homestudio sein.

Zubehör für bessere Aufnahmen

Wichtig ist natürlich ein Mikrofonständer. Für Gesangsaufnahmen wird am besten ein großer Mikrofonständer genommen, da der Sänger so im Stehen arbeiten kann. Dadurch streckt sich das Zwerchfell, was zu einer angenehmeren Stimmlage und besserem Gesang führt. Für Sprachaufnahmen oder Instrumente sind auch Tischstative oder Gelenkarme eine gute Wahl.

Eine Mikrofonspinne lagert das Mikrofon elastisch und macht die Aufnahmen unempfindlich für Stöße oder Schläge gegen den Mikrofonständer. Ein Popfilter (auch Popkiller oder Popschutz) hält harte Pop-Laute davon ab, die Aufnahmen zu verfälschen.

Weiterhin kann ein Reflexionsschirm Schallwellen, die am Mikrofonkorb vorbeigehen, daran hindern, von glatten Oberflächen reflektiert und wieder in die Mikrofonmembran gelenkt zu werden. Das verbessert die Aufnahmequalität nochmal etwas. So gelingen Aufnahmen in Profiqualität.

Tipps für die Aufnahme im Homerecording Studio

Mit ein paar Tipps gelingen sogar noch bessere Aufnahmen: Zunächst sollte, sofern ein Kondensatormikrofon genutzt wird, dieses mit dem Korb nach unten aufgehängt werden. Dann durchsteigt die im Mikrofonkörper entstehende Wärme nicht die Membran und verfälscht die Aufnahmen. Die Folge ist ein geringeres Eigenrauschen und eine bessere Tonqualität.

Wichtig ist außerdem, dass beim Audio Interface kaufen darauf geachtet wird, dass eine sogenannte Phantomspeisung zur Verfügung steht. Diese Vorspannung von meist 48 V wird für den Betrieb von analogen Kondensatormikrofonen benötigt. Wer natürlich ein dynamisches Mikro oder gar ein USB Mikrofon nutzt, braucht dies nicht zu beachten.

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